Denkt man an das Thema Yoga, verbindet man diesen Begriff häufig nur mit Meditation und Atemübungen. Das ist im Grunde genommen auch richtig. Vor allem die Atmung spielt im Yoga, unabhängig von der Übung, eine bedeutende Rolle. Die Sportart besteht jedoch nicht ausschließlich aus Entspannung. Wer schon einmal einen Kurs besucht hat oder regelmäßig Yoga praktiziert weiß: Es kann auch wirklich anstrengend werden. Hier findest du 5 Yoga Übungen, mit welchen du deinen Körper kräftigst.

1. Das Brett
Diese Übung sieht dem „Plank“ sehr ähnlich. Man stützt sich hierfür jedoch nicht mit den Unterarmen, sondern mit den Händen vom Boden ab. Der Rest des Körpers bleibt dabei gerade und angespannt. Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass man nicht ins Hohlkreuz fällt. Für eine sauberer Ausführung dieser Yoga Übung, bedarf es also vor allem im Rumpf und Gesäß eine konstante Anspannung. Selbstverständlich wird hier zudem die Arm- und Schultermuskulatur gestärkt, da das Gewicht durch diesen Teil des Körpers gehalten wird.
2. Die Krähe
Die Krähe sieht schon nach einer relativ schwierigen Übung aus. Mit ein wenig Training lässt sie sich jedoch recht schnell sogar von Anfängern meistern. Wie so oft im Yoga, geht es nämlich nicht primär um reine Muskelkraft, sondern an erster Stelle um das Gleichgewicht.
Aber wie sieht die Krähe nun aus? Bei dieser Position trägt man das gesamte Körpergewicht auf den Händen. Man steht jedoch nicht wie im Handstand senkrecht, sondern stützt die Knie auf den Oberarmen ab. Gestartet wird also in einer angedeuteten Hocke, bei welcher die Knie ungefähr auf der Höhe der Oberarme sind. Daraufhin kannst du dich langsam nach vorne lehnen, bis die Zehenspitzen vom Boden abheben. Umso stärker die Arme angewinkelt sind, desto leichter wird es dir fallen, dein Gleichgewicht in dieser Position zu finden. Du wirst schon bald bemerken, dass eine bessere Balance mit einem deutlich geringeren Kraftaufwand verbunden ist. Deine Muskeln in den Armen werden dennoch beansprucht.
3. Die Standwaage / Dritter Krieger
Die Standwaage ist eine einbeinige Yogaposition. Dabei lehnst du dich mit dem Oberkörper nach vorne, während sich ein Bein in die Luft bewegt. Das Ziel ist dann erreicht. Wenn Oberkörper und das angehobene Bein sich parallel zum Boden befinden. Strecke zudem die Arme aus, sodass sie sich auf der Höhe deiner Ohren befinden. Um die Balance halten zu können benötigt man eine starke Körperspannung. Wird die Position einige Zeit gehalten, wirst du bemerken, dass diese Yoga Übung sowohl deine Schultermuskulatur als auch Rumpf- und Gesäß- sowie Oberschenkelmuskulatur beansprucht.
4. Der Handstand
Der Handstand ist nicht nur bei Turnern und Turnerinnen eine beliebte Übung. Auch im Yoga findet sie Gebrauch. Es liegt vermutlich auf der Hand, dass durch diese Übung vor allem Arm- und Schultermuskulatur trainiert werden. Wie auch bei den vorherigen Positionen, wird jedoch grundsätzlich der gesamte Körper beansprucht. Denn ohne ausreichend Körperspannung ist es beinahe unmöglich, den Handstand oder eine andere Position halten zu können.
Für den klassischen Handstand liegen die Hände Schulterbreit auf dem Boden auf. Die Schultern sind herausgedrückt und vor allem der Rumpf sollte fest angespannt sein. Natürlich gibt es hier unzählige Variationen, wie zum Beispiel der einarmige Handstand oder der Schweizer Handstand. Es handelt sich hier um eine eher anspruchsvollere Yoga Übung, die vermutlich auch nicht beim ersten Mal gelingt. Wer aber Interesse hat, den Handstand und seine Variationen zu erlernen, kann hier vorbeischauen.
5. Das Boot
Zum Abschluss gibt es noch eine Übung im Sitzen, wobei diese nicht weniger anstrengend ist. Beim Boot lehnst du dich mit dem Oberkörper leicht zurück, während die Wirbelsäule gerade bleibt. Deine Hände kannst du mit den Handflächen nach oben, neben deine Hüfte platzieren. Die Beine können entweder gestreckt oder angewinkelt vom Boden angehoben werden. Der einzige Berührungspunkt mit dem Boden, sollte also das Gesäß sein. Vor allem deine Bauchmuskulatur wird dir für diese Übung danken.
Es gibt noch unzählige weitere Yoga Übungen, welche zum Kraftaufbau dienen. Diese Auswahl soll eher einen Vorgeschmack darauf geben, was im Yoga alles möglich ist. Für ein perfektes Training kannst du nach diesen Positionen noch ein paar kurze Atem- und Meditationsübungen machen.



